stiftung
Geschichte
Was zunächst wie ein Ausflugsziel anmutet, ist seit 140 Jahren die Heimat unserer Stiftung Schloss Regensberg. Seit 1883 werden hier Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterstützt und gefördert.
1881 befasste sich die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich mit der Gründung einer Institution für Geistigbehinderte. Ein Jahr später erwarb sie zur Umsetzung ihres Vorhabens das Schloss Regensberg und wählte eine Aufsichtskommission. Bereits 1883 wurde die Institution eröffnet. 1885 wurde eine Korberei und eine Bürstenbinderei eingerichtet. 1890 fanden verschiedene Umbauten statt, die Aufnahme weiterer Schüler wurde möglich, erstmals auch Mädchen. 1894 erklärte die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich die «Anstalt für die Erziehung schwachsinniger Kinder in Regensberg» zur selbständigen Stiftung. Im Jahr 1913 wurde das Bauerngut Loohof zugekauft und ein Jahr später das «Landwirtschaftliche Arbeitsheim Loohof» gegründet. Aus der Schule entlassene Jugendliche wurden dort praktisch angeleitet. 1918 wurde das Mathiessenhaus gekauft und das Werkstättenheim gegründet. 1930 erfolgte die Änderung der Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1894. Die Institution hiess neu «Anstalt für Erziehung bildungsfähiger Geistesschwacher». Durch die Angliederung der beiden Arbeitsheime konnten neu auch Schulabgänger aufgenommen werden.
1931 erfolgte die Gründung des «Patronats» (nachgehende Fürsorge). 1936 fand die Einweihung des Neubaus, welcher westlich an das Hauptgebäude anschliesst, statt. Darin untergebracht waren neue Wohnräume, eine Waschstube, eine Turnhalle und die neue Korberei mit Ladenlokal.
Die 1950-er Jahre waren geprägt von verschiedenen Bauarbeiten, 1954 wurden das Westhaus, das Schulhaus und das Mädchenhaus eingeweiht. 1959 erfuhr die Erziehungsanstalt auch eine Namensänderung, «Stiftung Schloss Regensberg, Sonderschul- und Anlernheim».
Es folgten weitere Jahre der Umstrukturierung, weitere verschiedene Neu- und Ausbauten sowie 1975 die Konzeptänderung für die Nachgehende Fürsorge (Patronat) und 1976 die Reorganisation des Sonderschulkonzeptes.
Die 80er Jahre waren geprägt von Projekten des «Externats». Dazu wurden verschiedene Immobilien angemietet. 1991 erfolgte dann der Kauf der Liegenschaft «Im Schibler» in Steinmaur für eine Aussenwohngruppe.
Das Konzept der Anlehrwerkstätte erfuhr eine Erweiterung und damit verbunden die Projektierung eines Werkstätteneubaus, welcher 1986 eingeweiht wurde.
In den 90er Jahren wurde die Gesamtsanierung in Angriff genommen und 1996 abgeschlossen. Auch wurde im stiftungseigenen Gutsbetrieb Loohof von Milchvieh auf Mutterkuh-Haltung mit Laufstall sowie auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt.
Zum Jahrtausendwechsel gab sich die Stiftung ein Leitbild, die Stiftungsurkunden wurden den aktuellen Verhältnissen angepasst. Das Angebot wurde um die Abteilung Berufsvorbereitung erweitert.
In diesem Zusammenhang wurde eine Aussenwohngruppe in Dielsdorf eröffnet. 2012 wurde die Schreinerei in Betrieb genommen.
2018 wurde das Konzept Sonderschule 15plus durch die Bildungsdirektion des Kantons Zürich bewilligt. Die Aussenwohngruppe Steinmaur bietet eine teilbetreute Wohnform für Jugendliche in der Berufsausbildung an. Im Folgejahr wurden die Leistungsvereinbarungen mit der SVA ausgehandelt, um die Jugendlichen während der Berufsausbildung begleiten zu können. Neu wird ein Job- & Lerncoaching angeboten.
Seit 2022 wohnen auch wieder Mädchen in der Stiftung und das Angebot hat sich um eine Tagesschule für die Unter-, Mittel- und Oberstufe erweitert.